Schwerpunkte unserer Forschungst?tigkeit sind die Entwicklung und Anwendung von Biomaterialien, die Erforschung von Nanomaterialien f¨¹r biomedizinische Anwendungen und die Entwicklung von innovativen Tr?gersystemen f¨¹r Arzneistoffe. F¨¹r Studenten, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler besteht die M?glichkeit, auf jedem der ausgewiesenen Forschungsgebiete in verschiedenen Funktionen mitzuarbeiten. N?here Informationen finden Sie in der Rubrik Stellenangebote. F¨¹r Pharmaziestudenten haben wir in der Rubrik Studium umfangreiche Informationen zu unseren Lehrveranstaltungen zusammengestellt.
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A: Entwicklung einer Silica-Nanopartikel (SiNP) Plattform f¨¹r die Pr?sentation des Env-Antigens von HIV und einem TLR-Agonisten als Adjuvant auf separaten oder auf demselben Nanopartikel. B: Um nach der Applikation des Impfstoffes eine l?ngere Pr?senz im K?rper zu erzielen, werden die Nanopartikel in Hydrogele inkorporiert.
Impfstoffe haben entscheidend dazu beigetragen, Krankheiten wie Poliomyelitis, Masern und Pocken nahezu auszurotten. Weiterhin werden derzeit Impfstoffe zur Therapie von bestehenden Krankheiten wie Krebs oder zur Bek?mpfung von HIV in der pr?klinischen und klinischen Phase erforscht. Leider bleibt die Zulassung eines Impfstoffs gegen HIV eine immense Herausforderung, und so hat das Erforschen von neuen Impfstofftechnologien global eine hohe Priorit?t.
Ein Gro?teil der Impfstoffentwicklung konzentriert sich auf den Einsatz von rekombinanten Protein-Antigenen (sog. Subunit-Impfstoffe). bwinÓéÀÖ_bwinÓéÀÖ¹ÙÍø»¶ÓÄú@e werden in der Regel zusammen mit Adjuvantien appliziert, die Entz¨¹ndungsreize liefern und somit die Immunreaktion gegen das verabreichte Antigen stimulieren.
Delivery Syteme zu entwickeln, um die Kombination von Antigenen und Adjuvantien f¨¹r einen HIV-Impfstoff effizienter zu machen, ist Ziel des Projektes von Prof. Dr. Miriam Breunig (Lehrstuhl f¨¹r Pharmazeutische Technologie). Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 248.000 € unterst¨¹tzt. Als Kooperationspartner sind weiterhin Prof. Dr. Ralf Wagner (Molekulare Mikrobiologie/ Virologie, Universit?tsklinikum Regensburg), Prof. Dr. Lutz Nuhn (Lehrstuhl fu?r Makromolekulare Chemie, Julius-Maximilians-Universit?t W¨¹rzburg) und Prof. Dr. Achim G?pferich (Pharmazeutische Technologie, Universit?t Regensburg) beteiligt.
Um das Ziel zu verfolgen, werden das Envelope Antigen von HIV (Env) und sogenannte TLR-Agonisten als Adjuvantien auf Silica-Nanopartikel aufgebracht. Frau Breunig m?chte eine Plattformtechnologie entwickeln, die es erlaubt, die Pr?sentation des Env-Antigens in Kombination mit der co-stimulierenden Wirkung von TLR-Agonisten auf Zellen des Immunsystems r?umlich und zeitlich zu steuern. So k?nnen zwei wichtige Fragestellungen in der Impfstoffforschung gekl?rt werden:
Der erste Schwerpunkt wird sein, herauszufinden, ob eine gemeinsame Immobilisierung des Env-Antigens und der TLR-Agonisten auf ein und demselben Silica-Nanopartikel oder auf separaten Nanopartikeln effizienter f¨¹r die Immunantwort ist (Abbildung A). Als zweite wichtige Fragestellung soll gekl?rt werden, ob eine l?ngere Anwesenheit des TLR-Agonisten f¨¹r die Qualit?t der B-Zell-Antwort vorteilhaft ist. Die l?ngere Pr?senz im K?rper m?chte Frau Breunig unter anderem durch eine Freisetzung der Silica-Nanopartikel aus Hydrogelen realisieren (Abbildung B).
Frau Prof. Dr. Miriam Breunig ist vom 1. bis 19. Juli 2024 Galenus Gastprofessorin am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. Gastgeber ist Prof. Dr. Robert Langer am Department of Chemical Engineering und Koch Institute for Integrative Cancer Research at MIT. Die Gastprofessur wurde von der Galenus Privatstiftung aus Wien gestiftet.
Im Rahmen der Gastprofessur hielt Frau Breunig am 10.Juli 2024 am Koch Institute des MIT halten. Das Thema des Vortrags lautete ?Nanoparticles and hydrogels as a platform for vaccine development¡°. Frau Breunig erl?uterte, wie Sie und ihr Forschungsteam durch den Einsatz von Nanopartikeln die Immogenit?t von Antigenen (beispielsweise HIV-1 und SARS-CoV2-Viren) sowohl in vitro als auch in vivo steigern konnten. Der Vortrag wurde gestreamt und nun als Video-Mitschnitt nachzusehen:
https://www.galenusprivatstiftung.at/gastprofessur/gastprofessur-mit-2024
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Melanie Walter erhielt am 03.03.2023 den Posterpreis des German Local Chapter der Controlled Release Society f¨¹r ihr Poster mit dem Titel ?Enzyme-based approach of a targeting concept for polymeric nanoparticles ¨C A virusmimetic nanoparticle design¡±. Der Preis wurde bei der j?hrlich stattfindenden Tagung der Gesellschaft am 02. Und 03. M?rz 2023 in W¨¹rzburg verliehen. Den Award erhielt Melanie im Rahmen ihrer Doktorarbeit, bei der sie an virusmimetischen Nanopartikeln arbeitet, die ¨¹ber eine enzymbasierte Erkennung ihrer Zielzellen mit hoher Selektivit?t und somit nebenwirkungsarm ihren Zielort im K?rper erreichen sollen. Auf ihrem Poster pr?sentierte Melanie, wie sie das SARS-CoV2-Virus als Vorbild nutzt, um die Oberfl?che ihrer Nanopartikel zu modifizieren. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterst¨¹tzt.
Dr. Daniel Fleischmann erh?lt den?Promotionspreis 2022 der Dr.-Alfons-Paulus-Stiftung. Mehr
Dr. Daniel Fleischmann erh?lt den Biopark Innovationspreis 2021 f¨¹r seine herausragende Promotionsarbeit. Mehr
Dr. Daniel Fleischmann aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Achim G?pferich vom Lehrstuhl f¨¹r Pharmazeutische Technologie der Universit?t Regensburg wurde f¨¹r seine Entwicklung von Strategien zur Behandlung der diabetischen Nephropathie mit dem Carl-Wilhelm-Scheele Preis 2021 der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) f¨¹r die beste Promotionsarbeit (Originaltitel: ?Virus-Mimetic Nanoparticles for the Therapy of Mesangial Cells in Diabetic Nephropathy¡°) im Fach Pharmazie ausgezeichnet. Mehr...
Frau Dr. Stefanie Thalhauser aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Miriam Breunig vom Lehrstuhl f¨¹r Pharmazeutische Technologie der Universit?t Regensburg wurde f¨¹r ihre Entwicklung eines Nanopartikel basierten Tr?gersystems f¨¹r einen Impfstoff gegen das Humane Immundefizienz-Virus-1 (HIV-1) mit dem Armin-Buschauer-Promotionspreis 2021 f¨¹r die beste Promotionsarbeit im Fach Pharmazie ausgezeichnet. Der Originaltitel ihrer Arbeit lautet ?Nanoparticles for HIV-1 vaccine delivery¡°. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation der Arbeitsgruppen von Frau Prof. Dr. Miriam Breunig in der Pharmazie und Herrn Prof. Dr. Ralf Wagner vom Universit?tsklinikum Regensburg.
Weltweit sind nach Sch?tzungen der WHO mehr als 39 Millionen Menschen HIV-1, dem Verursacher der Immunschw?chekrankheit AIDS, infiziert. Im Jahr 2020 kamen ca. 1,7 Millionen neu Infizierte hinzu, wobei fast alle Betroffenen in Entwicklungsl?nder leben. Die Infektionskrankheit wurde vor fast 40 Jahren entdeckt, mittlerweile gibt es immense Fortschritte in der Therapie der Erkrankung mit antiretroviralen Medikamenten. Dennoch ist die HIV-1/AIDS Epidemie nur mit einem effizienten Impfschutz kontrollierbar. bwinÓéÀÖ_bwinÓéÀÖ¹ÙÍø»¶ÓÄú@er ist trotz intensiver und langj?hriger Forschung auf diesem Gebiet nicht verf¨¹gbar.
Vor diesem Hintergrund hat Frau Dr. Thalhauser Nanopartikel entwickelt, die mit Oberfl?chenantigenen von HIV-1 dekoriert sind. bwinÓéÀÖ_bwinÓéÀÖ¹ÙÍø»¶ÓÄú@e Nanopartikel binden an sogenannte B Zellen, die daraufhin mit der Produktion von Antik?rpern beginnen. Antik?rper stellen einen Arm der adaptiven Immunantwort dar und sind essenziell f¨¹r die Effektivit?t von Vakzinen. Die besondere Innovation der Arbeit von Frau Dr. Thalhauser liegt darin, dass sie die Immunogene von HIV-1 nicht in l?slicher Form verwendet wie bisher auf diesem Forschungsgebiet ¨¹blich, sondern auf Silikat Nanopartikeln einer Gr??e von ca. 100 nm gerichtet immobilisiert. bwinÓéÀÖ_bwinÓéÀÖ¹ÙÍø»¶ÓÄú@e Virus-mimetischen Nanopartikel interagieren mit B Zellen in multivalenter Form, was zu einer effizienteren Stimulierung f¨¹hrt als das l?sliche Oberfl?chenantigen in der Lage ist. Die Antik?per produzierenden B Zellen werden durch diese multivalente Bindung in optimaler Weise schon bei ?u?erst geringer Konzentration des Oberfl?chenantigens aktiviert. Auch in einer Studie in M?usen waren die Nanopartikel von Frau Dr. Thalhauser der l?slichen Form des Oberfl?chenantigens von HIV-1 ¨¹berlegen.
Marilena Bohley erhielt am 28.09.2020 eine Auszeichnung in der Kategorie "Translationale Nanomedicine" f¨¹r ihr Poster "Cyclosporin A loaded lipid nanoparticles for the intravenous treatment of retinopathy of prematurity" von der European Foundation for Clinical Nanomedicine. Der Posterpreis wurde im Rahmen der CLINAM Konferenz (12th European and Global Summit for Nanomedicine) verliehen, die virtuell vom 26-28 September stattfand. Das Poster, dass die Effekte von Cylcosporin A beladenen Nanopartikeln auf das Krankheitsbild der Fr¨¹hgeborenen Retinopathie zeigt, entstand im Rahmen ihrer Doktorarbeit "Nanopartikel zur Therapie von neovaskul?ren Augenerkrankungen. Die Doktorarbeit wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mitfinanziert.
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Prof. Dr.
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